Wie kann ich erreichen, dass meine Wohnstrasse eine verkehrsberuhigte Zone wird?

Antwort 1:
Verkehrsberuhigte Zonen oder sogenannte Spielstraßen werden generell nur auf Antrag der Anwohner eingerichtet. Wenn Sie also den Wunsch haben, dass Ihre Wohnstraße in eine verkehrsberuhigte Zone umgewandelt wird, sollten Sie zunächst möglichst viele Nachbarn von diesem Projekt überzeugen. Besonders bewährt haben sich dabei Unterschriftenlisten. Je mehr Anwohner sie dazu bringen, ihren Antrag per Unterschrift zu unterstützen, desto besser stehen die Chancen für den weiteren Verlauf. Muster für solche Listen finden Sie zum Beispiel über Google.de unter dem Stichwort „Spielstrasse beantragen“.

Antwort 2:
Bevor die Behörden eine verkehrsberuhigte Zone einrichten, haben interessierte Bürger einen langen Weg vor sich. Zunächst müssen Sie einen Antrag an das zuständige Tiefbauamt übersenden. Dort wird geprüft, ob die Umwandlung baulich möglich ist. Sollte dies der Fall sein, fertigt das Amt einen vorläufigen Plan und stellt diesen allen anliegenden Haushalten vor. Nur wenn mehr als die Hälfte der Bewohner zustimmen, geht der Plan an das nächste Gremium weiter. In kleinen Gemeinden ist dies der Gemeinderat, in größeren Städten die Bezirksversammlung. Oftmals ist in der Planung für eine verkehrsberuhigte Zone auch der Ausschuss für Stadtentwicklung oder der Ausschuss für Umwelt und Verkehr eine gute Adresse. Er kann den politischen Entscheidungsträgern dann eine fachlich begründete Empfehlung vorlegen. Sobald die Entscheidung gefallen ist, ergeht die Order an das Tiefbauamt, welches dann mit der Realisierung beginnen kann – vorausgesetzt die Gemeindekasse spielt mit.

Antwort 3:
Da für eine verkehrsberuhigte Zone nicht nur die Wünsche der Anlieger entscheidend sind, sollten Sie überprüfen, ob Ihre Straße überhaupt die baulichen Voraussetzungen erfüllt. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Straße entsprechend den Vorschriften ausgebaut werden kann. Dazu zählen neben der vorrangigen Funktion als Wohnstraße auch technische Möglichkeiten, etwa Plateau-Aufpflasterungen, wechselseitige Parknischen und Platz für Pflanzbeete. Wo dies nicht möglich ist, führen die Städte oftmals mithilfe von Rampensteinen, Betonkübeln oder Bremsschwellen eine Verkehrsberuhigung durch.

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Montag, 29. Juni 2009