Wer gewinnt aus dem Nabelschnurblut Stammzellen, und wie lagert man das über die Jahre?
Antwort 1:
Immer mehr werdende Eltern erkennen die Bedeutung von Nabelschnurblut. Stammzellen aus diesem Blut können Sie ohne Nebenwirkungen direkt nach der Entbindung entnehmen lassen und zur Einlagerung an ein geeignetes Institut versenden. Zur Wahl stehen fünf verschiedene öffentliche Stammzellbanken, bei denen das Nabelschnurblut Ihres Babys bei Bedarf fremden, kranken Menschen helfen kann. Oder Sie lassen die Stammzellen bei einer privaten Nabelschnurblutbank einfrieren, damit Ihr eigenes Kind später jederzeit darauf zugreifen kann. Beide Wege haben Vorteile. Die öffentlichen Spenderbanken lagern zum Beispiel völlig kostenlos Nabelschnurblut, Stammzellen und Transplantate. Im Zweifel haben Sie jedoch keinen Anspruch, Ihre Spende später persönlich nutzen zu können. Anders bei einer privaten Einlagerung: Dort zahlen Sie zwar Gebühren, dafür haben Sie auch jederzeit Anspruch auf Ihr eigenes Nabelschnur-Präparat.
Antwort 2:
Die Lagerung von Stammzellen ist eine Wette auf die Entwicklung der Medizin. Noch kann niemand sagen, für welche Krankheiten oder Therapien das Nabelschnurblut später einmal verwendet werden kann. Da sich die Forschung und Therapiemöglichkeiten rasant weiterentwickeln, bietet eine Einlagerung jedoch alle Optionen. Mittlerweile gibt es auch einige seriöse Unternehmen, die sich auf die Konservierung von Nabelschnurblut, Stammzellen und Blut-Präparaten spezialisiert haben. Renommierte Firmen sind basiccell.de in Wolfratshausen, cryocare.de in Köln, eticur.de in München sowie die Aktiengesellschaft seracell.de in Rostock. Sie alle bieten eine Entnahme in der Klinik Ihrer Wahl und die anschließende Lagerung in Stickstoff.
Antwort 3:
Ein etwas anderes Konzept verfolgt vita34.de. Sie kombiniert den sozialen Aspekt der Spende mit allen Vorteilen der privaten Lagerung. Wenn Sie sich bei der Einlagerung für die sogenannte Spendenoption entscheiden, werden die Nabelschnurblut Stammzellen Ihres Kindes in eine weltweite Datenbank aufgenommen. Falls tatsächlich ein schwer kranker Empfänger für Ihre Spende infrage kommt, können Sie sich frei entscheiden, ob Sie das Nebelschnurblut komplett oder in Teilen abgegeben. Als Anerkennung erhalten Sie dann ihre bisher gezahlten Gebühren von der Stammzellbank zurück erstattet.
Am 8. August 2011 um 11:13 Uhr
[...] mit unserer ersten Tochter schwanger war das erste Mal davon erfahren, daß die Möglichkeit der Einlagerung von Nabelschnurblut besteht. Informationen dazu waren schnell gefunden und für uns war sofort klar, daß wir diese [...]