Woran erkennt man Alkohol Abhängigkeit?
Antwort 1:
Abhängigkeit ist ein komplexes Problem. Sichtbar wird es im Verhalten der Betroffenen sowie in körperlichen Erscheinungen. Ebenso gravierend sind allerdings auch die emotionalen und kognitiven Komponenten. Aus klinischer Sucht nutzt man deshalb eine ganze Liste von Phänomenen, um eine Alkoholsucht zu diagnostizieren. Neben körperlichen Entzugssymptomen zählen dazu der ansteigende Konsum und zunehmende Vernachlässigung von Arbeit, Familie oder anderen Interessen. Weniger sichtbar sind das starke Verlangen nach Alkohol und der fortschreitende Verlust der Kontrolle über Zeitpunkt und Menge des Konsums. Gute Infos und Tipps findet man außerdem bei beratung-caritas.de. Wer sein persönliches Risiko prüfen möchte oder Fragen zur Abhängigkeit eines Angehörigen hat, kann sich kostenlos einloggen und erhält nach spätestens 48 Stunden eine fundierte Antwort.
Antwort 2:
Alkoholabhängige zeigen einige typische körperliche Symptome: vermehrtes Zittern, Schwitzen bei leichten Anstrengungen, gerötetes Gesicht mit verstärkten Äderchen, auffällige Unruhe und die klassische „Alkoholfahne“. Häufig versuchen sie diesen Geruch auch durch starkes Pfefferminz oder Mundwasser zu überdecken. Im sozialen Bereich zeigt sich die Abhängigkeit durch zunehmende Unpünktlichkeit, Vergesslichkeit, Unzuverlässigkeit und Fehler bei der Arbeit. Parallel beginnen die Abhängigen ihre Körperpflege und Kleidung zu vernachlässigen, am Arbeitsplatz häufen sich kurzfristige Krankmeldungen. Wenn diese Symptome gehäuft auftreten, sollte man die Diagnose vom Arzt abklären lassen oder über kmdd.de Kontakt zu einer Beratungsstelle aufnehmen.
Antwort 3:
Jede Abhängigkeit entwickelt sich allmählich. Darum ist es meist schwierig zu erkennen, wann die Grenze vom normalen Genuss zur gefährlichen Sucht überschritten ist. Im Grunde muss man dafür mit dem Abhängigen zusammenleben, um die schleichenden Veränderungen zu bemerken. Doch leider sind viele Angehörige hiermit überfordert. Sei es, dass der Abhängige seine Symptome (und Alkoholvorräte) zunächst geschickt verbirgt. Sei es, dass er seine Umwelt in sein manipulatives Verhalten verstrickt. Experten sprechen dann von einer Co-Abhängigkeit. Tipps finden Betroffene bei alkohol-hilfe.de.