Woran erkennt man Schizophrenie?

Eine Schizophrenie zu erkennen, ist für den Laien sehr schwierig, da die auftretenden Symptome dieser psychischen Erkrankung auch mit den Anzeichen anderer Psychosen korrespondieren. So findet man das bei der Schizophrenie oft auftretende lethargische Bild beispielsweise auch bei Alexithymie. Charakteristisch ist allerdings, dass die Wahrnehmung der Patienten gestört ist. Die Grenzen zwischen Realität und der Gedankenwelt der Erkrankten verwischen sich.

Das ist in leichterer Form auch bei der Boderline Störung sowie bei Alkohol- und Drogenabhängigen zu beobachten. Bei Schizophrenie finden organische Veränderungen im Gehirn statt, die dafür sorgen, dass die für die Steuerung der Wahrnehmung und des Gefühlslebens notwendigen Botenstoffe entweder nicht mehr oder in übergroßen Mengen produziert werden oder die dafür zuständigen Rezeptoren ihre Arbeit nicht mehr korrekt ausführen.

Heute weiß man, dass für das Entstehen einer Schizophrenie auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Doch für das akute Auftreten erster Schübe müssen auch andere Einflüsse verantwortlich sein, denn bei vielen Patienten gibt es im unmittelbaren Vorfeld emotional hoch belastende Situationen, denen sie sich nicht gewachsen fühlen. Deshalb kann man auch davon ausgehen, dass eine dramatische Änderung der Persönlichkeit nach einen belastenden Ereignis wie dem Tod eines nahen Angehörigen auf eine sich entwickelnde Schizophrenie hindeuten kann.

Die Diagnose stellt der Arzt nach einer umfassenden Anamnese, in die die meistens auch die Angehörigen mit einbezogen werden. Zur genaueren Abklärung werden die Betroffenen in den meisten Fällen zur Beobachtung in eine psychiatrische Station aufgenommen. Weiterführende Infos gibt es unter http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Schizophrenie/Diagnose

Dienstag, 30. Dezember 2008
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