Darf ich trotz einer Krankschreibung zu der Hochzeit meiner Schwester gehen?
Antwort 1:
Das kommt drauf an. Generell dürfen Sie während einer Krankschreibung nichts tun, was den Genesungsprozess gefährden oder verzögern könnte. Eine Party mit Tanz und viel Alkohol gehört deshalb zu den Dingen, die man unterlassen sollte. Als Gast bei einer Hochzeit im engsten Familienkreis dabei zu sein, ist aber sicher vertretbar. Vor allem gilt dies natürlich, wenn die Art Ihrer Erkrankung sie zwar an der Berufsausübung hindert, aber mit einer Feier gut vereinbar ist. Beispiele: Wer wegen einer fiebrigen Lungenentzündung das Bett hüten soll, hat auf einer Gesellschaft nichts verloren. Wenn Sie wegen eines Gipsbeins nicht als Aerobic-Trainer arbeiten können, ist es hingegen rechtlich vertretbar, trotz Krankschreibung an einer Festtafel teilzunehmen. Auf die Tanzfläche sollten Sie sich allerdings nicht begeben, sonst hätte Ihr Arbeitgeber allen Grund misstrauisch zu werden. Was im Einzelfall okay ist, klärt die deutsche-anwaltshotline.de.
Antwort 2:
Der letzte Hinweis ist ganz entscheidend: Wie sieht Ihr Arbeitgeber die Sache? Wenn Sie trotz Krankschreibung an einer Familienfeier oder anderen öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen, ist es ein Zeichen des Vertrauens, dies kurz mit Ihrem Boss zu besprechen. Schildern Sie ihm die Situation genau so, wie sie ist. Für eine Hochzeit wird er dann bestimmt sein Okay geben und auch in Zukunft Ihre Offenheit zu schätzen wissen. Außerdem vermeiden Sie so das Getuschel unter den Kollegen. Denn neben rechtlichen Konsequenzen sollten Sie auch das Klima an Ihrem Arbeitsplatz berücksichtigen.
Antwort 3:
Ganz klar: Wer feiern, aber nicht arbeiten kann, sät Misstrauen. In Unternehmen mit hoher Krankenrate oder bei häufig fehlenden Angestellten überprüft der Arbeitgeber dies schon mal mit einem Privatdetektiv. Wirtschaftsdetekteien wie Rita-Scholz.de sind darauf spezialisiert, Mitarbeiter zu beobachten und eventuelle Betrügereien aufzudecken. Wer buchstäblich „krank feiert“, muss sich dann nicht wundern, Ärger mit dem Chef zu bekommen oder vielleicht sogar seinen Job zu verlieren.