Wann muss ich meinen Arbeitgeber spätestens über eine Schwangerschaft informieren?

Antwort 1:
Die Nachricht über eine Schwangerschaft ist im ersten Moment meist reine Freude. Aber irgendwann löst sie auch Sorgen aus, denn der Gang zum Arbeitgeber fällt vielen Frauen schwer. Leider gibt es immer noch Chefs, die ihre Mitarbeiterinnen spüren lassen, wie wenig sie Schwangere oder junge Mütter schätzen. Zum Schutz der Betriebe sieht der Gesetzgeber zwar eine Mitteilungspflicht vor, dabei handelt es sich allerdings nur um eine Soll-Vorschrift. Wenn eine Schwangere ihrem Boss nichts erzählen will, muss sie das also auch nicht tun. Falls sie von Morgenübelkeit geplagt ist oder andere Komplikationen eine reguläre Arbeit erschweren, sollte man aber zügig das Gespräch suchen. Wie das Familienportal kinder.de betont, ist es auch sinnvoll, Ihre Kollegen schnell zu informieren, da eventuell Arbeiten neu aufgeteilt und Fehlzeiten aufgefangen werden müssen.

Antwort 2:
Mit Eintritt einer Schwangerschaft haben Frauen am Arbeitsplatz mehr Rechte. Aber nur wer seinen Chef informiert, kann davon profitieren. Wenn Sie schwere körperliche Arbeit leisten oder gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt sind, sollten Sie deshalb so früh wie möglich ihren Boss über die veränderte Situation in Kenntnis setzen. Auch der Kündigungsschutz für Schwangere gilt nur, wenn der Arbeitgeber Bescheid wusste. Falls Ihr Boss per „Flurfunk“ von Ihrer Schwangerschaft erfährt und ihnen kündigt, sind Streitigkeiten vorprogrammiert. Zwar können Sie dann auch nachträglich ein Attest vorlegen, mancher Arbeitgeber lässt es jedoch auf einen Prozess ankommen. Interessante Beispiele hierzu nennt das Familienhandbuch.de.

Antwort 3:
Das Gesetz sieht vor, dass Sie die Personalführung in Ihrer Firma umgehend informieren. Falls persönliche oder medizinische Gründe dagegen sprechen, können Sie den Termin aber auch verschieben. Allein aus Fairness-Gründen sollte sie allerdings nicht allzu lange zu warten. Sinnvoll ist es, den Arbeitgeber spätestens nach dem dritten Monat über die Schwangerschaft zu informieren, wenn die werdende Mutter sich an ihren Zustand gewöhnt hat und das Risiko für eine Fehlgeburt reduziert ist.

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Dienstag, 12. Oktober 2010