Was ist unter empirische Sozialforschung zu verstehen?

Antwort:1
Empirische Sozialforschung ist längst Teil unseres Alltags. Oftmals registrieren wir allerdings nicht, dass wir mit ihren Methoden in Berührung kommen. Beispiele sind Meinungsumfragen in Zeitungen und Zeitschriften, die großen Wahlanalysen und Hochrechnungen im Fernsehen, Umfragen in der Fußgängerzone oder die sympathisch klingende Telefonstimme, die uns nach unseren Einkaufsgewohnheiten befragen will. All diese Erhebungen von Daten sind empirische Sozialforschung. Nützlich sind sie für Wissenschaftler ebenso wie für Werbefachleute, Politiker, Medien und Verwaltungsbeamte. Der Ausdruck „empirisch“ steht hier für die praktische Herangehensweise und den unmittelbaren Bezug zur Anwendung. Im Gegensatz zur rein theoretischen Forschung gehen die Wissenschaftler direkt in den Alltag und sammelt dort Daten und Erfahrungen. Bekannt sind etwa Institute wie empisoz.de oder ifd-allensbach.de.

Antwort 2:
Grundlage der empirischen Sozialforschung sind verschiedene Methoden, um Daten zu erheben und zu bewerten. Wie die Berechnungen funktionieren, kann man sich an einfachen Fragebögen noch gut vorstellen. Komplizierter sind dagegen die Verfahren bei politischen Prognosen und Hochrechnungen. Ohne ausgefeilte statistische Programme käme die empirische Sozialforschung nicht weit. Welche Phasen und Prozesse dabei eine Rolle spielen, kann man gut im Standardwerk von Andreas Diekmann nachlesen. Erhältlich ist es im Buchhandel oder bequem bei amazon.de, wo man auch eine weitere Auswahl in informativen Titeln findet.

Antwort 3:
In den empirischen Sozialwissenschaften verlässt man erfasst man systematisch soziale Daten und nutzt diese, um die wissenschaftlichen Theorien zu überprüfen. Da sich mit diesen Methoden auch viele kommerziell oder politisch nutzbare Daten gewinnen lassen, haben sie sich weit verbreitet. Empirische Sozialforscher beobachten, befragen und analysieren weltweit, was Menschen so alles tun, kaufen, wählen oder wünschen. Tagtäglich sammeln sie Informationen aus den verschiedensten Bereichen, von Bildung und Medien bis zu Kriminalität und Gesundheit.

Freitag, 5. Februar 2010
Einen Kommentar schreiben