Wann sollte man den RSS Reader von Google einsetzen und wann nicht?
Warum ich diesen Artikel schreibe:
Da ich sowohl aus beruflichen Gründen wie auch aus privater Motivation einen extrem RSS User bin ist für mich die Wahl eines guten online Readers von enormer Bedeutung. Wenn man auf der Suche nach einem online RSS Reader ist kommt man um die Betrachtung des Google RSS Reader kaum herum. Da ich der Datenkrake Google immer ein wenig skeptisch gegenüber stehe nutze ich hier einmal die Gelegenheit meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und Euch meine Sichtweise nahe zu bringen. Es sollte einen immer stutzig machen wenn man großartige Sachen geschenkt bekommt. Meistens gibt es einen versteckten Haken bei der Angelegenheit.
Als erstes werde ich kurz die Vor-, und Nachteile des Readers erläutern:
Vorteile des Google RSS Reader:
- Moderne AJAX Online Applikation
- Die Software wird laufend weiterentwickelt
- Lässt sich hervorragend mittels Tastenkürzeln bedienen
- Es lassen sich sehr viele RSS Feeds komfortabel lesen
- Keine Performance Einbußen auf dem eigenen Rechner, selbst bei riesigen Datenmengen
- Betriebssystem unabhängig
- Ich komme immer und überall an meine Feeds (Internet vorausgesetzt)
Nachteile des Google RSS Reader:
- Man liefert Google sein eigenes Benutzverhalten
Auf den ersten Blick könnte man denken, dass Google eine hervorragende Software/Applikation verschenkt. Es ist wie bei fast allen Produkten von Google, man bezahlt mit dem wertvollsten was man besitzt: Seiner Privatsphäre und seiner Persönlichkeit.
Mit der Benutzung des Google RSS Reader liefert man Google ein ausführliches Persönlichkeitsprofil seiner selbst. Google bekommt z.B. mit welche Vorlieben ich habe, welche Internetseiten ich bevorzuge und wie mein Surfverhalten ist. Da Google noch viele weitere “kostenlose” Dienste anbietet, wie z.B. Google-Mail, Google-Docs, Google-Toolbar es es für Google leicht alle über eine Person gesammelten Daten zusammen zuführen und auszuwerten. Diese Daten werden somit für viele Firmen sehr wertvoll, man denke zum Beispiel an personenbezogene Werbung. Klar darf Google diese Daten nicht an fremde Firmen weiterverkaufen und wird dies auch sicherlich nicht tun.
Google wird sich viel wahrscheinlicher bei Gelegenheit eine entsprechende Firmen kaufen und diese lukrative Geschäft selbst in die Hand nehmen. Erste Anzeichen gibt es mit dem Kauf von DoubleClick http://www.heise.de/newsticker/Google-kauft-Onlinewerber-DoubleClick-fuer-3-1-Milliarden-Dollar–/meldung/88236 ja schon.
Mein persönliches Fazit:
Zum Schutz der eigenen Privatsphäre kann ich jedem nur raten auf den Einsatz vom Google RSS Reader zu verzichten. Falls man, wie auch ich, keine passende Alternative findet, sollte man sich einen extra Google-Account zulegen und mit diesem in einen extra installierten Browser den Google RSS Reader nutzen. Hierfür kann ich Opera empfehlen.
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