Sollte man Fremdgehen immer seinem Partner beichten?

Antwort 1:
Zurückgefragt: Was erhoffen Sie sich von der Beichte? Wer seinem Partner das Fremdgehen beichtet, möchte sein Gewissen erleichtern – und bürdet seinem Partner die Last auf. Er soll schließlich verzeihen und den Betrüger von seinen Schuldgefühlen befreien. Das ist viel verlangt, oder? Die meisten Ratgeber zum Thema, die man bei amazon.de oder ähnlichen Shops anschauen kann, empfehlen deshalb, dass der Fremdgänger selbst die Verantwortung für sein Tun übernimmt. Falls hinter dem Fremdgehen keine tieferen Gefühle stecken, ist taktvolles Schweigen meist die bessere Wahl.

Antwort 2:
Ja! Beichten Sie! Und zwar so schnell wie möglich. Denn wenn der Partner durch einen Zufall oder durch Dritte von Ihrem Seitensprung erfährt, ist es sehr viel schwerer, die Beziehung wieder zu kitten. Wer so mutig ist, sein Fremdgehen zu gestehen, hat gute Chancen, dass der Partner es nur als einmaligen Fehltritt wertet. Durch das Verschweigen wird es allerdings zu einem vorsätzlichen Betrug – und der ist für viele Partner unverzeihlich. Gestützt wird diese Meinung übrigens durch eine Studie der Uni Göttingen, die dortige Psychologen im Rahmen der Online-Paarberatung theratalk.de gemacht haben.

Antwort 3:
Ob Sie einen Seitensprung oder One-Night-Stand beichten sollten, hat viel damit zu tun, wie Sie generell mit Lügen umgehen. Wenn für Sie Ehrlichkeit immer an erster Stelle steht, kommen Sie um eine Beichte nicht herum. Das schlechte Gewissen würde Sie sonst jahrelang quälen. Das heißt allerdings nicht, dass es für den Partner ebenso sein muss. Die Qualen fangen für den Betrogenen nämlich oft erst mit dem Geständnis des Untreuen an. Wenn Sie sich über die verschiedenen Motive und Haltungen beim Fremdgehen klarer werden wollen, finden Sie im Internet nützliche Infos. Die seitensprung-fibel.de gibt zum Beispiel Tipps für Betroffene und erläutert die Gründe – für den Betrug ebenso wie für die anschließende Beichte.

Montag, 5. Juli 2010
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