Wann ist ein Kaiserschnitt unumgänglich?

Der Kaiserschnitt zur Rettung von Mutter und Kind hat eine bereits mehr als fünfhundertjährige Geschichte, obwohl die Historiker darauf gestoßen sind, dass er bereits im römischen Recht verankert war. Dort nahm man den Kaiserschnitt vor, wenn der Tod der Mutter unvermeidlich war, um so wenigstens das Kind retten zu können. Heute gibt es andere medizinische Gründe, die für einen Kaiserschnitt sprechen.

So werden Kinder per Bauchschnitt geholt, wenn sie für eine normale Geburt zu schwach zu sein scheinen. Auch eine überdurchschnittliche Größe des Babys, besonders des Kopfumfanges ist meistens ein Grund für einen Kaiserschnitt, denn hier besteht immer die Gefahr, dass das Kind im Geburtskanal stecken bleiben könnte. Auch eine Beckenendlage birgt dieses Risiko.

Darüber hinaus können auch auf Seiten der Mutter gesundheitliche Gründe für eine operative Geburt des Kindes sprechen. Das kann eine Ablösung der Plazenta ohne gleichzeitiges Auftreten von Geburtswehen sein. Sie kann beispielsweise durch einen vorzeitigen Blasensprung durch eine Überanstrengung der Mutter oder durch einen Sturz verursacht werden.

Ein Kaiserschnitt sollte auch durchgeführt werden, wenn bei der Mutter Steinbildung in inneren Organen festgestellt worden ist. Die Steine könnten sich durch die Anstrengungen während einer natürlichen Geburt lösen und Schäden anrichten. Heute ist es allerdings auch zunehmend üblich, sich die Anstrengungen und Schmerzen einer Geburt zu sparen und deshalb einen Kaiserschnitt vornehmen zu lassen. Allerdings werden dabei alle Risiken einer Operation für Mutter und Kind in Kauf genommen, die sich nicht nur aus der notwendigen Anästhesierung ergeben.

Dienstag, 30. Dezember 2008
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