Welche Möglichkeiten der Pränataldiagnostik gibt es und sind sie immer sinnvoll?

Antwort 1:
Die Pränataldiagnostik ist heute fester Bestandteil der Geburtsvorsorge. Viele der dabei routinemäßig angewendeten Methoden gab es vor wenigen Jahren noch gar nicht. Oder sie waren damals für eine enge Gruppe von Risikopatientinnen reserviert. Zum Standard zählen Ultraschall und Blutuntersuchungen, die erste Anhaltspunkte auf Schädigungen geben können. Die Ergebnisse sind jedoch zunächst recht unspezifisch und lassen sich meist nur durch weitere Folgeuntersuchungen abklären, etwa die Chorionzottenbiopsie oder eine Nabelschnurpunktion. Infos hierüber bekommen Sie bei Ihrem Frauenarzt oder auf Portalen wie pränatale-diagnostik.de oder onmeda.de.

Antwort 2:
Ob die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik für Sie sinnvoll sind, hängt ganz von Ihrer persönlichen Situation ab. Eine Entscheidung kann Ihnen niemand abnehmen. Wenn Sie ein sicherheitsbetonter Mensch sind, stellt sich die Frage vermutlich gar nicht. Sie werden alle angebotenen Maßnahmen nutzen, um die Gewissheit zu haben, dass Sie für Ihr Baby alles getan haben. Das Fatale ist nur: Gerade dieser vorausschauende Umsicht lässt Sie natürlich auch über die Risiken der Untersuchung stärker nachgrübeln. Medizinische Statistiken allein helfen hier nicht weiter. Schließlich geht es um Ihr persönliches Leben. Webseiten wie eltern.de diskutieren deshalb auch die psychischen und emotionalen Argumente für oder gegen einzelne Checks.

Antwort 3:
Mit modernen Methoden kann man viele gesundheitliche Risiken bereits lange vor der Geburt diagnostizieren. Zu den bekanntesten Verfahren der Pränataldiagnostik gehört die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese). Sie gibt direkten Aufschluss über krankhafte Veränderungen an der Erbsubstanz des Babys. Da sich die dafür nötigen Zellen nur mittels einer Nadelpunktion durch die Bauchdecke gewinnen lassen, birgt die Untersuchung aber auch die Gefahr einer Fehlgeburt. Am niedrigsten ist das Risiko in spezialisierten Praxen wie dem Endokrinologicum.com in Hamburg. In anderen Städten gibt es ähnliche Kliniken, die Eltern auch in allen Fragen der Pränataldiagnostik beraten.

Freitag, 27. August 2010
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