Wie wichtig sind klare Strukturen in der Kindererziehung?
Antwort 1:
Auch wenn manche Eltern glauben, Liebe allein reicht aus: ohne klare Strukturen in der Erziehung können Kinder sich nicht selbstbewusst entwickeln. Dies gilt sowohl für die Reflektion der eigenen Bedürfnisse als auch für die Fähigkeit, sich im sozialen Miteinander zurecht zu finden. Natürlich müssen Eltern dazu keinen Fernkurs belegen oder Seminare besuchen: mit ein paar wichtigen Grundregeln lässt sich der Erziehungsalltag auch so meistern. Hilfreich ist außerdem der Austausch mit anderen Eltern, etwa auf Online-Portalen wie kindererziehung.com und elternforen.com. Damit Sie die richtigen Grenzen und Strukturen setzen, hilft auch die Lektüre von aktuellen Erziehungsratgebern. Amazon.de bietet hier eine Fülle an leicht lesbaren Büchern mit wertvollen Tipps für Eltern. Da sich die Werte und der Lebensalltag in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert haben, gibt es passende Literatur übrigens auch für Großeltern.
Antwort 2:
Jeder erzieht anders. Wer von Natur aus eher spontan oder chaotisch ist, ändert mit der Geburt eines nicht plötzlich seine ganze Persönlichkeit. Trotzdem ist es für die Kinder hilfreich, wenn die Erziehung in bestimmten Bereichen feste Strukturen hat, auf die sie sich verlassen können. Hierzu gehören zum Beispiel Grundsätze für eine gesunde Ernährung, feste Zeiten für Fernsehen oder Computer sowie ganz allgemein ein geregelter Tagesablauf. Abweichungen lassen sich dann im Gespräch mit den Kindern individuell klären.
Antwort 3:
Gerade heute, wo sich die Familienstrukturen wandeln, müssen Eltern eine Führungsfunktion für ihre Kinder wahrnehmen. Je jünger der Nachwuchs, desto weniger kann er die komplexen Zusammenhänge des Alltags überschauen und sich durch eigene Entscheidungen orientieren. Das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit können in dieser Phase nur die Eltern schaffen. Bei kleinen Kindern sind klare Strukturen deshalb wichtig, etwa bei zeitlichen Abläufen und elementaren Verboten. Wer in dieser Zeit keine Grenzen setzt, hat es nicht nur später schwerer, dem Kind bestimmte Regeln zu vermitteln – er missachtet auch das Bedürfnis des Kindes nach Sicherheit und Orientierung.