Wo kann man einen Vaterschaftstest machen lassen?
Antwort 1:
So einfach ist das nicht, einen Vaterschaftstest machen zu lassen. Denn da muss man sich in erster Linie an die Gesetze halten. Nur wenn die Mutter des Kindes damit einverstanden ist, darf ein Vaterschaftstest durchgeführt werden. Hat das Kind schon ein bestimmtes Alter erreicht, muss es sich genauso einverstanden erklären, dass ein Vaterschaftstest gemacht wird. Allerdings besteht hierfür auch nur die Möglichkeit, dass man ein privatrechtliches Gutachten anfertigen lassen kann. Man sollte sich aber genauso über die Konsequenzen im Klaren sein, die mit einem Vaterschaftstest einhergehen.
Antwort 2:
Viele Männer sind sich unsicher, ob sie der biologische Vater des Kindes oder sogar der Kinder sind. Diese Zweifel können eine ansonsten intakte Beziehung sehr belasten. Hier sollten alle Beteiligten offen die Sachlage miteinander klären. Und wenn es nötig ist, dann sollte man auch einen Vaterschaftstest in Erwägung ziehen. Doch sollte man ebenfalls bedenken, wenn sich beim Vaterschaftstest heraus stellt, dass man nicht der leibliche Vater ist, wie danach das Familienleben weiter verlaufen soll. Solch ein Vaterschaftstest ist eine schwerwiegende Entscheidung, die man sich im Vorfeld reiflich überlegen sollte. Ganz schnell kann durch einen voreiligen Vaterschaftstest eine gut funktionierende Beziehung für immer in die Brüche gehen.
Antwort 3:
Einen Vaterschaftstest kann man ebenfalls mit einer Anfechtungsklage erreichen. Hier greifen dann die § 1600 ff BGB. Doch wie mein Vorredner schon darauf hingewiesen hat, sollte man sich diesen Schritt sehr gut überlegen. Denn hält man erst einmal das Ergebnis in den Händen kann nichts mehr rückgängig gemacht werden. Man sollte auch nicht nur an seine Gefühle dabei denken, sondern erst einmal an die Gefühle des Kindes, bevor man auf einen Vaterschaftstest besteht. Denn für Kinder kann dann eine Welt zusammen brechen.