Sind alkoholfreie Getränke wirklich immer ganz frei von Alkohol, oder kann eine geringe Menge vorhanden sein?
Antwort 1:
Sie stellen eine gute Frage. Denn tatsächlich enthalten viele alkoholfreie Getränke kleinere Spuren von Alkohol. Am bekanntesten ist dies bei alkoholfreien Bieren, Weinen und Sekt. Bis zu 0,5 Vol. Prozent dürfen diese Getränke enthalten, ohne dass dies aus der Verpackung extra deklariert werden müsste. Für Suchtkranke oder Kinder kann dies unter Umständen gefährlich werden. Auch wenn die Ausdrücke Wein, Sekt und Bier für diese Personen generell ein Stoppschild bedeuten sollte, können sie mit dem Verzehr unbemerkt Alkohol zu sich nehmen. Auch Autofahrer gehen ein erhöhtes Risiko ein. Selbst wenn sie den ganzen Abend sogenannte alkoholfreie Getränke konsumieren, können sich die Promille summieren.
Antwort 2:
Was viele nicht wissen: Auch Säfte und Limonaden können Alkohol enthalten. Der Grund hierfür ist recht einfach. Der zugefügte Zucker und auch die fruchteigenen Zuckerstoffen beginnen während der Produktion zu gären. Sobald Hefe hinzugefügt wird, hat der Zucker eine so starke Gärkraft, dass bis zu 0,35 Volumenprozent Alkohol möglich sind. Vor allem Trauben, die eine natürliche Hefe enthalten, neigen deshalb zur Gärung. Wenn Sie ihren Kindern regelmäßig alkoholfreie Getränke wie Apfelsaft oder Traubensaft zu trinken geben, führen Sie ihnen damit also automatisch Alkohol zu. Für einen Rausch reichen die Mengen allerdings nicht. Selbst Kinder müssten dutzende Liter trinken, um eine nennenswerte Wirkung zu spüren.
Antwort 3:
Ein Getränk, dessen alkoholische Wirkung wohl kaum jemand kennt, ist Kefir. Durch die beigefügten Milchsäurebakterien entsteht bei der Gärung bis zu 3 % Alkohol. Wer aus gesundheitlichen Gründen ganz auf Alkohol verzichten möchte, sollte deshalb alkoholfreie Getränke sorgfältig auswählen. Außer Wasser, Tee und Kaffee bleibt allerdings nicht viel, was garantiert ohne Alkohol serviert werden kann.