Wer seine Rechnung online erstellt, spart Zeit, Druckkosten, Papier und Porto. Viele Firmen sind deshalb dazu übergangen, Rechnungen nur noch per E-Mail zu verschicken. Attraktiv ist das elektronische Verfahren vor allem für Kleinunternehmer, Freiberufler, Vereine, oder eBay-Händler. In der Praxis hat sich dabei das PDF-Format bewährt.
Doch wer seine Rechnung online erstellen und per E-Mail versenden möchte, muss einige Hürden überwinden, damit die Rechnung tatsächlich gesetzeskonform und ist. Gerade im Business-to-Business-Bereich spielt die formale Korrektheit eine große Rolle. Falls Ihre Rechnung online ohne elektronische Signatur ausgestellt ist, können Ihre Geschäftskunden Probleme beim Vorsteuerabzug bekommen.
Damit das Finanzamt eine Rechnung akzeptiert, muss nach § 14 Abs.3 Nr.1 UStG eine qualifizierte digitale Signatur die Echtheit und Unversehrtheit Ihrer Daten gewährleisten. Da die Signatur auf einem mathematischen Verschlüsselungsverfahren beruht, lässt es sich jedoch nicht von jedermann einfach anwenden. Kleinunternehmer und Mittelständler können den technischen Aufwand kaum allein leisten.
Üblich ist es daher, den Dienst eines Signaturservers zu nutzen.
Anbieter, bei denen Sie Ihre Rechnungen online erstellen und mit einer Signatur versehen lassen können, sind zum Beispiel Online-Rechnungen.de, Easybill.de oder Billomat.com. Wer nur wenige Kunden betreut, kommt meist mit einem kostenlosen Account aus. Für Gebühren von rund 10€ monatlich lässt sich ein beliebig großer Kundenstamm pflegen. Bei Collmex.de können Sie im Premium-Tarif etwa auch Ihre Aufträge und Projekte verwalten sowie periodische Rechnungen ohne zusätzlichen Aufwand erstellen. Vorteil: Der Online-Dienst verwaltet zentral sämtliche Daten und bietet Zugriff von jedem PC.
Wenn Ihre Kunden meist aus Privatleuten bestehen, die keine Umsatzsteuer zahlen, ist die digitale Signatur erlässlich. Der Vorsteuerabzug entfällt dann, und Sie können Ihre Rechnungen eigenhändig mit Word oder Excel erstellen und in eine PDF-Datei umwandeln. Für den Kunden ist die Zahlung dadurch ebenso verpflichtend wie bei einer gedruckten Rechnung.
Wer Bürobedarf online bestellen möchte, der hat auf jeden Fall als gewerblicher Kunde einen entscheidenden Vorteil, denn er bekommt bei einigen Anbietern Sonderkonditionen eingeräumt. Dazu gehört es jedoch, dass er seinen Gewerbeschein vorlegen muss, wenn er an diesen Vorteilen partizipieren möchte. Allerdings muss man im Normalfall davon ausgehen, dass man als Geschäftskunde höhere Versandkosten zahlen muss, wenn man Bürobedarf online bestellen möchte, weil von Seiten der Händler vorausgesetzt wird, dass man größere Mengen abnimmt.
Auch sollte man die AGB genauer lesen, wenn man technischen Bürobedarf online bestellen möchte, denn wenn hier die Vermutung nahe liegt, dass man als Wiederverkäufer agiert, gibt es an einigen Stellen kein Umtauschrecht, wie es privaten Kunden gewährt wird. Andere Händler wieder schließen gewerbliche Kunden aus ihren Lieferungen aus, wie es beim Online Bürohandel eines großen Versandhauses der Fall ist.
Erfahrungsgemäß ist es aber so, dass trotzdem geliefert wird, wenn aus der Liefer- und Rechnungsadresse nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dass es sich um ein Unternehmen handelt. Im Zweifelsfalle sollte man dann eben den Namen des Inhabers und nicht die Firmenbezeichnung für die Bestellung nutzen, um in den Genuss der günstigen Preise dieser Anbieter zu kommen.
Doch auch die gewerblichen Büroausstatter, deren Mitarbeiter auch den technischen Service bieten, haben inzwischen fast alle Internet Shops, in denen man als registrierter Kunden seinen Bürobedarf online bestellen kann. Dort bekommt man dann auch seinen persönlichen Rabatt- und Rechnungsstatus, den man sich im Laufe der Zeit erarbeitet hat.
Im Internet gibt es kaum noch etwas, was es nicht gibt. Das trifft auch für den Chat ohne Anmeldung zu. Wobei man vom Grundsatz her zwischen einer Anmeldung und einer Registrierung als User unterscheiden muss. Bei einer klassischen Registrierung werden bestimmte Daten auf der jeweiligen Chatplattform so lange gespeichert, bis man seine hinterlegten Informationen löscht. Bei der Löschung wird jedoch in den meisten Fällen nur das öffentliche Profil gelöscht und die Daten bleiben in der History der Datenbank erhalten.
Wenn also von einem Chat ohne Anmeldung gesprochen wird, dann geht es eigentlich darum, dass man sich nicht als User fest registrieren lassen muss. Der Chat ohne Anmeldung wäre aus technischer Sicht gar nicht möglich, denn der Mailserver, über den die Informationen verteilt werden, muss ja zuordnen können, an wen er die jeweiligen Nachrichten weiterleiten muss. Das geschieht in der Regel über die jeweilige öffentliche IP Adresse des Rechners, der sich als Client in dem Chatnetzwerk angemeldet hat.
Deshalb bedeutet in der Praxis der Begriff Chat ohne Anmeldung lediglich, dass eine zeitlich befristete Anmeldung erfolgt, bei der die Daten nach Beenden der jeweiligen Session sofort wieder komplett aus dem System gelöscht werden. Schwerpunktmäßig geht es beim Chat ohne Anmeldung meistens um verschiedene Flirtbörsen, in denen man schnell einmal eine Verabredung treffen kann, in denen man aber ansonsten vollständig anonym bleibt und in denen auch keine Kosten für die Nutzung anfallen, weil sie sich vollständig über die dort veröffentlichte Werbung finanzieren.